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Als erste Stadt Norddeutschlands bekommt Lübeck eine Flotte von Hybrid-Bussen. Im Sommer gehen die ersten zehn Fahrzeuge in Betrieb, die mit Elektromotoren angetrieben werden und beim Bremsen neuen Strom erzeugen. Sie werden rund 20 Prozent Kraftstoff einsparen und in der Nähe von Bushaltestellen ohne Verbrennungsmotor fahren.
Der Stadtverkehr Lübeck hat sich bereits im Jahr 2008 für das Projekt des Umweltbundesministeriums beworben. Das Lübeck Konzept überzeugte, die Bundesregierung fördert die Anschaffung der zehn Busse mit 2,2 Millionen Euro. Jetzt wird die Werkstatt umgerüstet und die Fahrer werden bei den Herstellern geschult. Im Sommer sollen dann die Fahrzeuge den normalen Linienbetrieb aufnehmen. Sie gehören zu den ersten Serienfahrzeugen. Bisher fahren einige Prototypen, zum Beispiel in Hamburg. An der Trave hat man gewartet, bis die Kinderkrankheiten behoben sind.
Angetrieben werden die Fahrzeuge von Eletromotoren an der Hinterachse, bei Glenkbussen an der hinteren und mittleren Achse. Im Normalbetrieb versorgt ein Dieselmotor über einen Generator für die Stromversorgung. Bremst der Bus, schaltet der Dieselmotor sich ab, die Bremsenergie wird in elektrische Energie umgewandelt und gespeichert. Erst wenn der Bus wieder einige Meter gefahren ist, springt der Verbrennungsmotor wieder an. Der Vorteil: Im Bereich der Bushaltestellen wird es ruhiger und es kein Abgas.
Die Technik hat einen weiteren wesentlichen Vorteil: Der Dieselverbrauch sinkt um 20 Prozent. Aktuell werden beim Stadtverkehr und der LVG 5,3 Millionen Liter Diesel jährlich verbraucht. Bis die ganze Flotte umgestellt ist, werden allerdings mindestens zehn Jahre vergehen. Die neuen Busse werden nur im Rahmen der üblichen Ersatzbeschaffung gekauft. Durch die Förderung des Bundes kosten zumindest die ersten zehn Fahrzeuge dem Stadtverkehr nicht mehr als herkömmliche Modelle