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 Eisenbahn
Albi Offline

Administrator
Beiträge: 866


01.09.2010 23:52
Bahngipfel in Kiel antworten

Mit Investitionen von rund 430 Millionen Euro bis 2014 soll die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Infrastruktur in Schleswig-Holstein verbessert werden. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Dr. Rüdiger Grube, haben beim Bahngipfel wichtige Eckpunkte zur Entwicklung des schleswig-holsteinischen Eisenbahnnetzes in den kommenden Jahren festgelegt.

Ministerpräsident Peter Harry Carstensen betonte die Bedeutung einer guten Infrastruktur der Bahn für Schleswig-Holstein: "Das Land gibt jährlich rund 170 Millionen Euro für den Schienenpersonennahverkehr aus, davon knapp 100 Millionen Euro für die Nutzung der Infrastruktur der DB AG. Wir freuen uns, dass die Bahn die Infrastruktur weiter ausbauen wird und werden uns dabei ebenso wie der Bund auch wieder finanziell stark engagieren."

DB-Vorstandsvorsitzender Dr. Rüdiger Grube kündigte in Kiel an: "Diese Investitionen in die Verbesserung der Infrastruktur in Schleswig-Holstein zeigen das starke Engagement der Bahn in Schleswig-Holstein. Dabei kommt der weiteren Planung des Ausbaus der Strecke Kiel-Lübeck für die Anbindung der beiden größten Städte Schleswig-Holsteins besondere Bedeutung zu."

Ministerpräsident Peter Harry Carstensen und Rüdiger Grube waren sich einig, dass der weitere Ausbau der Strecke Kiel-Lübeck eine wesentliche Stärkung des Nahverkehrs in Schleswig-Holstein bedeutet. Nach Abschluss des Projektes wird die Fahrzeit zwischen den beiden Städten unter einer Stunde betragen.

Die DB und das Land wollen die Qualität der Bahnhöfe in Schleswig-Holstein weiter verbessern. Ein wichtiges Ziel dabei ist ein stufenfreier Ausbau der Verkehrsstationen. Insgesamt werden bis Ende 2012 rund 40 Millionen Euro investiert. Grube kündigte an, dass die Information der Reisenden auf den Bahnhöfen in den nächsten Jahren weiter verbessert werden soll. Bereits heute sind 24 kleinere Stationen mit modernen dynamischen Schriftanzeigern auf den Bahnsteigen ausgerüstet. Bis Ende kommenden Jahres werden insgesamt 68 Stationen diese modernen Anzeigen haben. Darüber hinaus sind bereits 25 größere Bahnhöfe mit Fahrgastinformationsanlagen ausgerüstet.

Das "Achsenkonzept" über den Ausbau der wichtigen Strecken in der Metropolregion Hamburg ist für den öffentlichen Personennahverkehr wichtig. Hierin sind sich die Beteiligten einig. Für die Entlastung des Hamburger Hauptbahnhofs ist es erforderlich, die S-Bahn auf eigenen Gleisen zu fahren. Land und Bahn wollen die Planung des Projektes der S-Bahnlinie S 4 nach Ahrensburg weiter vorantreiben. Das Land wird mit dem Bund über die Finanzierung verhandeln.

Insgesamt wird die DB AG in Schleswig-Holstein von 2010 bis 2014 rund 430 Millionen Euro in die Eisenbahninfrastruktur investieren. Davon entfallen 390 Millionen Euro auf das Schienennetz, rund 36 Millionen Euro auf die Bahnhöfe und eine Million Euro auf die Anlagen zur Energieversorgung.

Das Land will künftig die Anschlüsse zwischen Bahn und Bus verbessern. Dazu gehören eine bessere Fahrgastinformation und technische Systeme zur Anschlusssicherung. Die Bahn ist Partner bei diesem Vorhaben des Landes. Mit elektronischen Anzeigen in den Übergangsbereichen vom Bahnhof zum jeweiligen ZOB werden die aktuellen Ankunftszeiten des Zugverkehrs dargestellt. In den Bahnhöfen Büchen, Schwarzenbek und Ahrensburg sollen die ersten Anzeigen in einem Pilotprojekt installiert werden, um so erste Erfahrungen zu sammeln. Nach erfolgreicher Testphase soll es landesweit umgesetzt werden.

Die DB AG und das Land Schleswig-Holstein bewerten die Ergebnisse des Bahngipfels im nördlichsten Bundesland als sehr gut und zukunftsweisend. Sie verabredeten, den guten Dialog in regelmäßigen Abständen fortzuführen.

quelle www.hl-live.de

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