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Die ersten Pläne für den Bahnhaltepunkt am Hochschulstadtteil sind fertig. Ob er angenommen wird, ist allerdings fraglich. Vermutlich wird es keine Umsteigemöglichkeiten zu Bussen geben. Und auch Parkplätze sind fraglich.
Vergangenes Jahr sorgte der Bahnhaltepunkt für eine heftige politische Debatte, im September stimmte die Bürgerschaft dem Projekt grundsätzlich zu. Langsam soll so eine S-Bahn in Lübeck entstehen. Jetzt hat die Bauverwaltung ihre ersten Entwürfe fertig. Auf eine Anbindung an das Busnetz wurde verzichtet. "Niemand, der sich bereits im Bus befindet, wird in die Bahn umsteigen", so die Bauverwaltung. Einer der Gründe: Der Bus fährt über den Mönkhofer Weg auf direktem Weg in die Stadt, der Zug nur zum Bahnhof.
Inzwischen ist auch klar, dass die Förderung des Landes nur 300.000 Euro betragen wird. Die Stadt müsste nach derzeitigen Schätzungen 200.000 Euro für den Haltepunkt und 590.000 Euro für die Zuwegungen zahlen. Die Bahn möchte sich bisher nicht beteiligen. Um zu sparen müsse man prüfen, ob dort wirklich Parkplätze benötigt werden, sagte Bausenator Franz-Peter Boden im Bauausschuss. Vermutlich wird der Haltepunkt also nur für Anwohner in fußläufiger Umgebung und die Besucher des Einkaufzentrums interessant. Allerdings fährt die Bahn nur ein Mal pro Stunde.
Bereits jetzt kostet die Verlängerung der Buslinie 32 in den Bornkamp der Stadt jedes Jahr 68.000 Euro. Die Stadtwerke hatten deshalb schon vergangenes Jahr gedrängt, mit dem Geld lieber den Busverkehr zu unterstützen. Die Bahn werde die Zahl der Fahgäste in den Linienbussen weiter reduzieren und damit den Zuschussbedarf noch erhöhen.